Das Konzert wurde eröffnet mit einem Instrumental-Medley einiger bekannter Melodien von Udo Jürgens wie „Liebe ohne Leiden“, „Ich war noch niemals in New York“ und „Hautnah“, wobei diese als Vorgeschmack zu den Darbietungen im Laufe des Abends dienten.
Durch die Moderation von Vorstand Bernd Föll waren einige interessante Details aus dem Leben und den Werken von Udo Jürgens zu erfahren. So auch zu dem Schwerpunkt des ersten Teils des Konzertabends: „Die Krone der Schöpfung“ ist eine von drei sinfonischen Kompositionen von Udo Jürgens. In der Bearbeitung für Blasorchester wurde sie am vergangenen Sonntag überhaupt erst zum zweiten Mal aufgeführt. Dass die darin enthaltene Mischung aus sinfonischen Teilen mit Gesangselementen beim Publikum ankam, zeigte der kräftige und lang anhaltende Applaus für dieses Stück. Spätestens jetzt überzeugte Roland Gross in seiner Rolle als Udo Jürgens.
Mit „Weichei“ durfte Isabelle Bläubaum dem Publikum zeigen, dass sie keine „Müsli-Machos“, „Dekolleteewegseher“ und „Charterfluglandungsapplaudierer“ gebrauchen kann. Wie Bernd Föll erklärte, hatte Udo Jürgens in den 60er Jahren einige Zeit in den USA verbracht. Während dieser Zeit entstand „If I never sing another song“, das bis heute von verschiedensten Künstlern, interpretiert wurde. In der Version von Shirley Bassey beendete Isabelle Bläubaum sehr überzeugend den ersten Teil des Konzertabends.
In der Pause wurden wie gewohnt leckere „Köstlichkeiten im Glas“ vom Catering-Team des Musikvereins serviert.
Musikalisch wurde der zweite Teil eröffnet mit „Hautnah“. Die Aufforderung zum Mitsingen bei „Buenos Dias Argentina“ schlug beim Publikum erst in dem darauf folgenden „Ich war noch niemals in New York“ durch. Ab da gab es bei der Begeisterung des Publikums kein Halten mehr.
Stellvertrend für das Fagott eröffnete die Bassklarinette das in kleiner Besetzung filigran gespielte „Der Mann mit dem Fagott“. Ein weiteres Mal überzeugte hier Roland Gross mit seiner gesanglichen Qualität.
Zur Überraschung des Publikums erschien Roland Gross zu den drei vom Publikum lautstark und lang anhaltend geforderten Zugaben im Bademantel – eben so wie bei einem richtigen Udo Jürgens Konzert.
„Wie im SI-Zentrum im Musical“ fühlte sich Claus Dollinger, Kreisvorsitzender des Landkreises Reutlingen im Blasmusikverband Neckar-Alb, der zusammen mit Vorstand Bernd Föll verdiente Mitglieder für langjährige Mitgliedschaften ehren durfte.
Geehrt wurden für 60jährige Mitgliedschaft:
Günter Föll, Host Staiger, Karl Weihing und Manfred Pflumm.
Für 50jährige Mitgliedschaft:
Hans Hirning.
Für 40 jährige Mitgliedschaft:
Axel Anstätt, Hans Anstätt, Karl Glatz, Albert Pflumm und Eckard Priester.
Für 30jährige aktive Tätigkeit:
Andrea Fischer.
Für 20jährige aktive Tätigkeit:
Stefan Dentler.
Für 10jährige aktive Tätigkeit und 25jährige passive Mitgliedschaft:
Thomas Heusel (2.Vorsitzender).
Für 10jährige aktive Tätigkeit:
Manuel Walker und Leonie Föll.
Für den bestandenen D2-Lehrgang:
Sebastian Hense.
Der Musikverein hatte zur nunmehr bereits vierten Auflage der „Böhmisch-Mährischen Blasmusik im Gomaringer Schloss“ geladen. Auch dieses Mal folgten wieder viele Besucher der Einladung in die gemütliche Atmosphäre des Inneren Schlosshofes, um bei vielfältiger Verpflegung Melodien aus Böhmen und Mähren zu lauschen.